Biologische Station - Naturzenter SIAS

Naturschutz in den SIAS Gemeinden

Unsere Biologische Station und das Naturzenter sind die idealen Instrumente, die Herausforderungen und nötigen Projekte zum Erhalt der Biodiversität und somit zum Schutz unserer natürlichen Grundlagen anzugehen und umzusetzen. Die Biologische Station und das Naturzenter SIAS befassen sich nicht nur mit dem Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten, sondern steht auch Ihnen, der lokalen Bevölkerung, in Fragen zum Natur- und Umweltschutz zur Verfügung. Nutzen Sie diesen Service und schalten Sie sich aktiv in den Naturschutz in unseren Gemeinden ein.

Veranstaltungen 2016

Hiermit stellen wir Ihnen den Veranstaltungskalender der Biologischen Station SIAS 2016 vor. Wir würden uns sehr freuen, Sie auf einer der Veranstaltungen treffen zu können.

Veranstaltungen 2016 (PDF)

Alte Obstsorten – Ein regionales Kulturgut

Ein wichtiges Projekt des Naturschutzes sind die Streuobstwiesen (Bongerten), die den Charakter unserer acht Gemeinden maßgeblich prägen. Neben der Pflanzung neuer Obstbäume sowie der Pflege der Altbestände hat sich die Biologische Station-Naturzenter SIAS in den vergangenen Jahren intensiv mit der Erfassung und Erhaltung alter, regionaltypischer Obstsorten befasst. Viele der historischen Sorten sind heute in keiner Baumschule mehr erhältlich, kommen oft nur sehr lokal vor und drohen auszusterben. Mit ihnen verliert die Region ein Stück ihres kulturellen Erbes.

Die Biologische Station-Naturzenter SIAS hat diese alten Obstsorten in den Bongerten erfasst, in eine Datenbank eingespeist und seltene, regionaltypische Sorten auf junge Bäume veredelt („geprafft“), um sie fachgerecht zu vermehren. Ziel ist es, ein Netzwerk sogenannter „vergers conservatoires“ anzulegen, in dem die alten Sorten auf jungen Bäumen für die kommenden Generationen erhalten bleiben.

Sollten Sie in Ihren eigenen Obstwiesen Apfel- oder Birnensorten ernten, deren Sorten Sie nicht kennen, können Sie sich gerne an die Biologische Station SIAS wenden, um die Früchte bestimmen zu lassen.

Pressemitteilung (PDF)

Mam Velo fir d'Natur 2015

Am Samstag, den 23. Mai 2015 starteten die Radfahrer des Radclubs L'Hirondelle zur diesjährigen Radtour 'Mam Velo fir d'Natur' von Schuttrange nach Tuttlingen in Süddeutschland, um auf den über 400 km Strecke Spenden für das Bienenprojekt Meet the bees zu sammeln. Nach einem Frühstück im Hotel Légère in Munsbach fiel der Startschuss um 9.00 Uhr. Die Fahrer kamen wohlbehalten am Pfingstmontag in Tuttlingen an.

Wildbienen

Die unterschätzten Bestäuber unserer Landschaft.

Die Situation der Honigbienen hat sich in den letzten Jahren drastisch zugespitzt. Weltweit berichten Imker von einem dramatischen Rückgang ihrer Bienenvölker. Die Honigbiene wird gerne als Aufhänger für das große Bienensterben genutzt, da sie den meisten Leuten als Honigproduzent und Bestäuber bekannt ist. Doch auch Wildbienen, von denen es in Luxemburg fast 350 Arten gibt, spielen eine sehr wichtige – und oft unterschätzte – Rolle als Bestäuber. Neue Studien haben ergeben, dass der Ertrag in der Obstproduktion um bis zu 30% erhöht werden kann, wenn viele Wildbienenarten vorhanden sind. Insgesamt wird der Wert der Bestäubung durch Bienen weltweit auf 153 Milliarden Euro geschätzt.

Verger conservatoire Birelerhaff, Sandweiler

Ein lebendiges Kirschsortenmuseum entsteht.

Ein wichtiges Projekt des Naturschutzes sind die Streuobstwiesen (Bongerten), die den Charakter unserer acht Gemeinden maßgeblich prägen. Neben der Pflanzung neuer Obstbäume sowie der Pflege der Altbestände hat sich die Biologische Station-Naturzenter SIAS in den vergangenen Jahren intensiv mit der Erfassung und Erhaltung alter, regionaltypischer Obstsorten befasst. Download Pressemeldung: Deutsch - Français (PDF)

Nisthilfen für den Weißstorch im Syrtal

Auf den Wiesen entlang des Oberlaufs der Syr im Europäischen Vogelschutzgebiet des Syrtals rasten regelmäßig auch Weißstörche auf ihrem Zug von Afrika in die Brutgebiete in Mittel- und Nordeuropa. Vor 20 Jahren bereits errichtete natur&ëmwelt mit Unterstützung der CEGEDEL (heute enovos) drei Plattformen im Syrtal, die als Nester für den Weißstorch geeignet sind. Die Kunsthorste haben einen Durchmesser von rund 1,50 m und sind in einer Höhe von etwa 12 m angebracht.

Die Tatsache, dass der Weißstorch im vergangenen Jahr erstmals in Luxemburg gebrütet hat und erfolgreich zwei Jungvögel großziehen konnte, hat die Biologische Station-Naturzenter SIAS dazu ermutigt, die Plattformen im Syrtal wieder mit Nistmaterial auszustatten. Mit der tatkräftigen Unterstützung der Natur- und Forstverwaltung wurden in den vergangenen Tagen Nester aus Weidenmaterial auf den Plattformen installiert. Auf diese Weise sollen durchziehende Weißstörche gute Nistbedingungen im Syrtal vorfinden.

Der Weißstorch (Wäisse Stuerk) ist ein Charaktervogel der offenen Kulturlandschaft, der aber im vergangenen Jahrhundert u.a. durch die Trockenlegung von Feuchtgebieten in Mitteleuropa dramatisch im Bestand abgenommen hat. Er ernährt sich von Kleintieren wie Fröschen, Schlangen, Nagetieren etc., die er in offenem Gelände stolzierend erbeutet. Ende August zieht er nach Afrika und kehrt im März zurück.

Bis auf die Brut in Schifflange-Dumontshaff aus dem vergangenen Jahr gibt es aus Luxemburg keine gesicherten Nachweise, ob der Weißstorch früher bereits hierzulande gebrütet hat.

Dennoch werden Weißstörche regelmäßig in Luxemburg gesichtet. Hier handelt es sich meist um Tiere auf dem Weg in ihre Brutgebiete oder zurück in ihre Winterquartiere in Afrika, die kurz bei uns rasten.

Es bleibt zu hoffen, dass diese beeindruckenden Vögel im Europäischen Vogelschutzgebiet entlang der Syr einen geeigneten Lebensraum und ausreichend Nahrung finden und hier heimisch werden.

Achtung!

Gesundheitsgefahr durch invasive Pflanzen: Der Riesenbärenklau (PDF)

Anschrift:

Biologische Station - Naturzenter SIAS
5, rue de Neuhaeusgen
L-2633 Senningerberg

Tel.: 34 94 10 - 25, - 26, -27
Fax: 34 94 10 - 40
Email: sias@sias.lu