Natur

Die Funktion der Hecke in meinem Garten

Hecken und Einzelsträucher bieten Ihnen als Gartenbesitzer zusätzlich zu ihrer Funktion als Abgrenzung oder Sichtschutz eine ganze Reihe von Vorteilen. Hecken bieten ein spezielles Kleinklima, das vor allem an heißen Sommertagen gewürdigt wird. Sie filtern Staub, Schmutz und Abgase und tragen so zu einer besseren Luft auf ihrem Anwesen bei, des Weiteren sind sie lärmdämpfend.

Für die tierischen Mitbewohner ihres Gartens bieten Hecken Unterschlupf, Nistplatz und Nahrung. Am besten für Vögel und Insekten sind frei wachsende Sträucher, die in die Blüte kommen können und Früchte tragen. Hecken, die aus einer Vielzahl von einheimischen Straucharten bestehen, ziehen die meisten Arten an. Von den Blüten profitieren vor allem Schmetterlinge, Bienen und Co., Igel nutzen die Hecke gerne als Unterschlupf. So leben zum Beispiel rund 300 Insekten- und 28 Vogelarten von der heimischen Stieleiche.

In diesem Sinn bietet die Hecke auch eine Stimulation für Sie und Ihre Kinder und erlaubt Ihnen viele Tiere hautnah zu erleben und beobachten. Es gibt auch eine ganze Reihe Hecken die schmecken (Stachelbeeren, Himbeeren, Schwarzer Holunder, Hagebutten, Kornelkirsche, …) und deren Früchte über verschiedene Arten zubereitet werden können, zum Direktverzehr, als Marmelade, als Tee, …

Gestaltung und Anlage : die Planung und Pflanzung meiner Hecke

Wie Sie Ihre Hecke gestalten ist Geschmackssache. Wollen Sie in Ihrem Garten etwas für Insekten, Vögel und Kleinsäuger tun, dann greifen Sie am besten auf einheimische Sträucher zurück und pflanzen die Hecke an einen Standort, an dem kein jährlicher Rundumschnitt notwendig ist. Beim jährlichen Schnitt werden nämliche die Blüten und Fruchtansätze abgeschnitten. In vielen Gärten sind freiwachsende Hecken aus Platzmangel nicht möglich, man kann trotzdem mit einzelnen Wildrosen, Weißdorn oder einem Holundergebüsch den Garten bereichern. Die Wildhecken beherbergen nicht nur die meisten Tierarten, sondern sind auch anspruchsloser und widerstandsfähiger und haben deswegen einen geringeren Pflegeaufwand. Einheimische Wildsträucher werden Ihnen in dieser Broschüre von natur&ëmwelt vorgestellt.

Die beste Pflanzzeit für Sträucher ist im Herbst (Okt.-Nov.) oder im Frühjahr (März-Apr.). Bei der Standortauswahl sollte das Recht des Nachbarn und die Distanz zu seinem Grundstück berücksichtigt werden. Für Wildhecken, die gartentauglich und für viele Tiere nützlich sind, können Sie den Info Natur von natur&ëmwelt konsultieren. Eine Liste mit Sträuchern für Bienen und Schmetterlinge der Aktion A voller Bléi“ des MECO, finden Sie außerdem hier. Auch in Baumschulen kann man sich über einheimische Arten erkundigen, das Label Heck vun Hei“ garantiert die Herkunft von heimischen Arten. Der Abstand zwischen den einzelnen Sträuchern ist abhängig von der Art der Hecke, freiwachsende Hecken werden viel weiter auseinandergesetzt als Schnitthecken.

Bevor es ans Pflanzen kommt, werden die Wurzeln werden zunächst eingekürzt um die Feinwurzelbildung anzuregen, verletzte Stellen werden entfernt. Dann greift man zum Spaten, das Loch wird doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen ausgehoben. Der Strauch darf nicht zu tief gepflanzt werden, der Wurzelansatz gehört knapp unter die Bodenfläche. Der Wurzelbereich wird gut mit Erde bedeckt und dann wird reichlich gewässert. Als letzter Schritt werden die Sträucher zurückgeschnitten.

Der Unterhalt meiner Hecke

Bei einer Schnitthecke reicht ein Schnitt im Herbst oder Frühling als Pflege. Während der Brutzeit der Vögel (1. März – 15. Sept.) sollte auf den Schnitt der Hecken verzichtet werden.

Freiwachsende Hecken werden weniger regelmäßig zurückgeschnitten, kommen aber auch nicht ganz ohne Pflege aus. Eine Methode ist den Strauch auf den Stock zu setzen, wenn das Gehölz kahl wird, dabei wird er radikal auf bis 30 cm über dem Boden abgeschnitten. Eine Hecke sollte aber nie in ihrer gesamten Länge so zurückgenommen werden. Die Sträucher können in einem mehrjährigen Rhythmus nach und nach ausgelichtet werden. 

Weiterführende Literatur