Natur

Alte Imker berichten, dass früher der Honig vom Acker zu den Besten gehörte. Heute kann man sich das nicht mehr vorstellen, denn ‑abgesehen vom Raps- finden die Bienen auf den Äckern heute fast keine Blumen mehr, in denen sie Nektar sammeln und aus dem sie Honig produzieren können. Der Artenschwund auf den Äckern hat seit dem Einsatz von Herbiziden dazu geführt, dass Ackerwildkräuter, die früher häufig waren, heute vom Aussterben bedroht sind. Ackerrittersporn und Frauenspiegel sind nur einige Beispiele von Acker-Wildkrautarten, die kurz vor dem Aussterben stehen.

Die Biologische Station SIAS führt daher Acker-Kartierungen durch, um festzustellen, wo noch Äcker mit einer hohen Artenvielfalt bzw. seltene Ackerwildkräuter vorkommen. Gibt es noch solche Äcker in einer Gemeinde, nimmt die Biologische Station SIAS Kontakt mit den Landwirten auf, um ein Projekt zur Förderung der seltenen Pflanzenarten umzusetzen. Die Teilnahme am Projekt ist freiwillig und zunächst auf 5 Jahre begrenzt (Biodiversitätsprogramm). Bei Einhaltung verschiedener Kriterien die dem Schutz der seltenen Pflanzenarten dienen, erhält der Landwirt eine Prämie.