Natur

Mit der Anschließung der Gemeinden der Moselregion an die Biologische Station des SIAS, hat diese ihren Aufgabenbereich in die ökologischen Wuchsgebiete Moseltal und Mosel-Vorland erweitert. Diese kennzeichnen sich vor allem durch ein wärmeres und trockneres Klima aus. Die Landschaft wird geprägt von Kalkfelsen und Weinbau. Auf dem Plateau oberhalb der Felsen befinden sich oft magere Wiesen.

Um der Ausweitung ihres Aufgabenbereichs gerecht zu werden, hat die Biologische Station verschiedene Themen dieser Landschaft aufgegriffen. 2018 hat die Biologische Station das erste Mal eine Kartierung der Reptilien und Bewertung einiger Standorte als Lebensraum durchgeführt. Dank des warmen Klimas und der Präsenz von Felsformationen und Trockenmauern ist diese Region besonders für die xerotermophilen (‚xeros‘ = trocken, thermos‘ = warm, philos‘ = liebend) Reptilien geeignet.

Mauereidechse

Blindschleiche

Schlingnatter

Die Schling- oder Glattnatter ist eine Art des Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat Richtlinie (eine Liste von Tier- und Pflanzenarten, die unter dem besonderen Rechtsschutz der EU stehen, weil sie selten und schützenswert sind, ihre Lebensstätten” dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden) über deren Verbreitung in Luxemburg nur unzureichende Daten vorhanden sind. Die Schlingnatter ist auf trockene warme Lebensräume mit viel Sonneneinstrahlung angewiesen. Das Habitat ist durchzogen vom mineralischen Elementen wie nackten Felsen, Steinen oder Mauern, sowie einer heterogenen Vegetation. In unserer Region sind dies vor allem Kalkmagerrasen, Felsformationen, artenreiche Waldränder, Steinbrüche, Ruinen, Trockenmauern und Eisenbahnlinien.

Für weitere Informationen : Michelle Clemens (34 94 10 28, m.​clemens@​sias.​lu)