Naturschutz

Ziel des Feldwegeprojektes ist die Umsetzung einer ökologisch orientierten Mahd der Feldwege. Auf wenig befahrenen Feldwegen wird daher die Mahdfrequenz reduziert, d.h. es wird weniger oft gemäht. Wildblumen können so zur Blüte kommen und den Insekten als Nahrungsquelle dienen. Hochgewachsenes Gras bietet Kleinsäugern Deckung und bildet linienförmie Verbindungsbahnen in der Landschaft (Biotopverbund).

Das Feldwege-Projekt läuft wie folgt ab :

Alle Feldwege einer Gemeinde werden von der Biologischen Station aufgenommen und georeferenziert. Botanische Aufnahmen werden erstellt, um den ökologischen Wert des Feldweges zu bestimmen. Zudem wird eingeschätzt, wie hoch das Verkehrsaufkommen auf dem Feldweg ist. In Abhängigkeit von der ökologischen Wertigkeit und des Verkehrsaufkommens werden dann Mahdzeiten und Mahdfrequenzen festgelegt. So können beispielsweise ökologisch weniger wertvolle, grasreiche Feldwege öfters gemäht werden, als blumenreiche. Auf Feldwegen, die nur sehr selten befahren werden, kann die Mahdfrequenz auf 1 – 2 mal im Jahr reduziert werden. Durch diese Abgleichung von Ökologie und Verkehr ergibt sich ein Mahdplan für die Feldwege in der Gemeinde. Hervorzuheben ist, dass die Verkehrssicherheit immer Vorrang hat. Unübersichtliche Stellen an Feldwegen sollen aufgrund der Verkehrssicherheit regelmäβig gemäht werden. Die Mahd der Feldwege wird dann laut den Vorschlägen der Biologischen Station SIAS und nach Zustimmung durch den Schöffenrat der Gemeinde vom kommunalen technischen Dienst umgesetzt.